Soforthilfen für Gas und Wärmekunden

Die Entlastung erfolgt in zwei Schritten: Als Soforthilfe übernimmt der Staat zunächst für alle privaten Gas- und Wärmekunden die Abschlagszahlung, die sie im Dezember leisten müssten. Das soll für eine schnelle Entlastung zu Beginn des Winters sorgen. Auf die Soforthilfe soll ab 01. Februar oder 01. März 2023 die Preisbremse für alle privaten Gas- und Wärmekunden folgen. Zudem wurde bereits die Mehrwertsteuer auf Gas- und Wärmekosten von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Diese Regelung gilt befristet vom 1. Oktober 2022 bis Ende März 2024.
Die GVL kümmert sich um eine korrekte Abrechnung der Hilfen.

Hier die geplanten Maßnahmen kurz zusammengefasst:

Dezember-Abschlag:

Begünstigt sind Kunden mit Standardlastprofil (SLP) – im wesentlichen also Haushalte – sowie Kunden mit so genannter „registrierender Leistungsmessung“ (RLM) – also mittelgroße und große Unternehmen – mit einem Verbrauch unter 1,5 GWh/Jahr, wenn es sich nicht um den Verbrauch für den kommerziellen Betrieb von Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen handelt.
Entlastung Gas: Anhand von einem Zwölftel des prognostizierten Jahresverbrauchs, der den September 2022 umfasst, multipliziert mit dem im Dezember 2022 gültigen, zwischen Letztverbraucher und Erdgaslieferanten vereinbarten Arbeitspreis ergänzt um ein Zwölftel des Grundpreises.
Entlastung Wärme: Wird anhand der Höhe des Abschlages im September zuzüglich 20% berechnet. Im Dezember erfolgt die Erstattung der Differenz zum Dezemberabschlag.

Was konkret müssen Sie als unser Kunde jetzt tun?
Kunden, die ein SEPA-Mandat für den Einzug der Abschlagszahlungen und die Jahresverbrauchsabrechnung haben, brauchen nichts zu tun, um in den Genuss der staatlichen Entlastungen zu kommen. In diesem Fall buchen wir den Abschlag nicht ab. Wer per Überweisung bzw. Dauerauftrag bezahlt, muss selbst aktiv werden und die Abschlagszahlung für Dezember aussetzen. Kundinnen und Kunden der GVL, die keine Änderung vornehmen, erhalten den Abschlagsbetrag bei der nächsten Jahresrechnung rückvergütet. Wir kümmern uns um eine korrekte Abrechnung der Hilfen.

Mieterinnen und Mieter müssen mit ihrem Vermieter klären, wie und wann die Entlastung bei ihnen ankommt; je nach Regelung kann die Soforthilfe eventuell auch erst mit der nächsten Nebenkostenabrechnung verrechnet werden.

Geplante Gas- und Wärmebremse SLP-Kunden:

Der Preis für Gas soll bei 12 Cent pro Kilowattstunde brutto, bei Wärme bei 9,5 Cent pro Kilowattstunde brutto, also jeweils inklusive Steuern, gedeckelt werden. Damit ein Sparanreiz erhalten bleibt, soll dieser Preis für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs gelten; für den darüberhinausgehenden Verbrauch wird der aktuelle Marktpreis berechnet. Der Preisdeckel kann die Gasknappheit nicht lösen; dagegen hilft nur Energiesparen. Der Preisdeckel soll bis April 2024 befristet sein.

Geplante Gas- und Wärmebremse RLM-Kunden:

Energiekosten für die Industrie sollen substanziell gesenkt werden. Vom 01.01.2023 bis 30.04.2024 sollen RLM-Kunden mittels eines Garantiepreises von 7 Ct/kWh (netto) für 70% der Verbrauchsmenge entlastet werden, bezogen auf den Verbrauch von November 2021 bis Oktober 2022.
Das gleiche gilt für Wärmekunden mit einem Verbrauch > 1,5 GWh/Jahr